Transparentspiegel


 

Es handelt sich um ein Zeichenapparat welcher im Jahr 1788 von Conrad Bernhard Meyer aus Aurich erfunden wurde, um das Erstellen einer spiegelverkehrten Zeichnung für die Radierung auf eine Kupferplatte zu erleichtern.

 

Es ist allerdings davon auzugehen, dass diese Technik auch schon in früheren Jahrhunderten in Malerkreisen bekannt war, zumindest seitdem es möglich war Flachglas herzustellen.

 

Das Gerät besteht aus einer gewöhnlichen Glasscheibe, in einen Rahmen gefaßt, u. einem zweiten Rahmen, welcher mit Papier überzogen ist und als Lichtblende dient.

Links von der Glasscheibe wird die Zeichnung gelegt, welche man kopieren will, rechts von der Glasscheibe das Papier, worauf man zu zeichnen gedenkt, u. vor dieses wird die Blende gestellt (siehe Fig. 4)

In dem man nun durch die linke Seite der Glasscheibe blickt, sieht man scheinbar die zu kopierende Zeichnung oder Gegenstand auf dem Zeichengrund.

Mit geringen Abänderungungen kann man das Werkzeug auch zum perspektivischen Aufnehmen einer Landschaft sowie zum Vergrößern und Verkleinern gebrauchen