Glastafelgerät (Dürerscheibe)


Holzschnitt von Albrecht Dürer

 

Beim Glastafelgerät malte der Künstler die Zeichnung mit Schwarzlot (enthält Gummi Arabicum als Bindemittel) auf eine in mit einem Holzrahmen versehene Glasscheibe. Dürer verwendete für die Zeichnungen einen sehr feinen Spitzpinsel.

 

Damit Farbe auf dem Glas haftet, beschichteten manche Maler das Glas auch komplett mit Gummiwasser (= Gummi Arabicum mit Wasser verdünnt). Gezeichnet wurde dann mit einem spitzen Rötel-Stift.

 

Andere Quellen berichten auch von der Verwendung von Rötelstiften in Verbindung mit einer Beschichtung aus geschlagenem Eiweiß.

 

Von dieser Zeichnung auf der Glastafel wurde anschließend eine Werkpause auf Ölpapier erstellt oder man übertrug die Zeichnung direkt auf richtiges Zeichenpapier, indem man das Zeichenpapier darauf legte und das ganze gegen das Licht hielt. Nun konnte man z.B. mit einem Bleizinngriffel nachzeichnen. Anschließend wurde die Zeichnung evtl. noch mit Zeichenfeder und Tusche weiter bearbeitet.

 

Ölpapier:

Als Transparentpapier verwendete man in früheren Zeiten Ölpapier. Ölpapier erhält man, indem man die Rückseite eines Zeichenpapiers mit Öl (Leinöl, Olivenöl usw.) bestreicht, das überstehende Öl mit einem Lappen abwischt und das Papier an der Sonne trocknen lässt. Es wurde auch manchmal noch mit einem Bimsstein bearbeitet.

 

Glastafel mit verbesserter Visiereinrichtung                            

Holzschnitt: Albrecht Dürer

 

 

Glastafelgerät mit Vorrichtung zu Perspektivpunktübertragung

Holzschnitt: Albrecht Dürer